Einstieg

Auslandspraktikum als Schweizer Student 2026

Was ist wirklich anders als für Deutsche oder Österreicher, und was du daraus machen kannst.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Kein Erasmus+: Schweiz hat SEMP, eigenes Förderprogramm mit 440-500 Fr./Monat
  • EU-Bewegungsfreiheit: Via FZA, nicht EU-Mitgliedschaft
  • CHF-Kaufkraft: Größer Vorteil in Asien, Latein- und Osteuropa
  • Pflichtpraktika: ETH, EPFL, HSG, ZHAW alle mit unterschiedlichen Regelungen
  • Kein WHV: Kein Working Holiday Visum für AU/NZ/JP

Der größte Unterschied: SEMP statt Erasmus+

Deutsche und österreichische Studierende koennen Erasmus+ beantragen und erhalten je nach Zielland 300-800 EUR/Monat. Als Schweizer Studierender hast du keinen Zugang zu Erasmus+, aber du hast SEMP.

Das Swiss-European Mobility Programme ist die Schweizer Alternative. Es fördert nicht nur EU-Ziele (440 Fr./Monat), sondern auch weltweite Praktika (500 Fr./Monat). Das ist der entscheidende Unterschied: Erasmus+ gilt nur für Europa. SEMP gilt global.

SEMP vs. Erasmus+ im Vergleich

Kriterium SEMP (CH) Erasmus+ (DE/AT)
Ziele Weltweit Nur EU/EWR
Förderung Europa 440 Fr./Monat 300-600 EUR/Monat
Förderung Weltweit 500 Fr./Monat Nicht möglich
Nachhaltigkeitsbonus +100 Fr./Monat Variiert
Maximaldauer 6 Monate/Studienstufe 12 Monate/Studienstufe

Die CHF-Kaufkraft: Ein versteckter Vorteil

In Zuerich zahlst du 1.800-2.200 Fr./Monat für ein normales Studentenleben. Das fuehlt sich teuer an. Aber diese Kaufkraft bringst du ins Ausland mit.

In Bangkok, Bali, Kapstadt oder Prag lebst du mit 700-1.000 Fr./Monat komfortabel. und bekommst noch 500 Fr. SEMP dazu. Das bedeutet: Viele Schweizer Studierende sparen im Ausland mehr als zuhause.

Deutsche Kommilitonen aus Frankfurt oder Muenchen haben aehnliche Kaufkraft. Aber aus kleineren Städten ist der CHF-Effekt für Schweizer Studierende real.

EU-Bewegungsfreiheit: FZA, nicht EU

Du kannst in alle EU/EWR-Länder ohne Visum für Praktika einreisen, nicht weil die Schweiz EU-Mitglied ist, sondern dank des Freizuegigkeitsabkommens (FZA). Das Ergebnis ist praktisch identisch: Barcelona, Berlin, Amsterdam, Paris, Dublin, Lissabon, alle ohne Visumantrag.

Für Nicht-EU-Ziele musst du aber selbst recherchieren. Bei bestimmten Ländern wie Grossbritannien gibt es ein bilaterales Abkommen CH-UK. Für andere (USA, Singapur, Australien) sind eigene Visaprozesse noetig.

Kein Working Holiday Visum: Was das bedeutet

Australien, Neuseeland und Japan bieten Working Holiday Visas an, aber nicht für Schweizer Staatsangehoerige. Deutsche und österreichische Studierende koennen diese nutzen und bis zu 12 Monate flexibel arbeiten.

Für Praktika in diesen Ländern brauchst du als Schweizer ein Arbeitgeber-Sponsoring. Das ist möglich und wir helfen dir dabei, aber es ist aufwendiger als ein WHV. Plane fruehzeitig.

Pflichtpraktika an Schweizer Hochschulen

Viele Schweizer Studierende brauchen ein Pflichtpraktikum für ihr Studium. Die Anforderungen unterscheiden sich stark:

Wichtig: Klaere mit deinem Studiensekretariat, ob und wie ein Auslandspraktikum angerechnet wird, bevor du buchst.

Was du als Schweizer Studierender besser hast

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